Oft bekommen wir Fragen nach Schriftarten. Diese können sehr vielfältig sein, denn manchmal beziehen sich diese Fragen auf spezielle Schriftarten, manchmal auf bestimmte Programme oder auch ganz allgemein, welche Schriftart, denn die Beste sei. Für uns bedeutet das, dass das Thema Schriftarten noch immer sehr relevant ist und es viele Unklarheiten gibt.
Daher bieten wir dir hier ergänzend zu unserem bisher veröffentlichten Beitrag zu Schriftarten einen weiteren Artikel, in dem wir dir so gut es geht, die wichtigsten Fragen zum Thema beantworten. Los geht’s!
Fangen wir auch hier zunächst mit den Basics an. Grundsätzlich gibt es Kategorien, in welche sich die Schriftarten einteilen lassen:
Die Serifenlose Schriften verzichten, wie der Name sagt, auf Serifen. Das bedeutet, diese Schriften sind einfach gehalten und schnörkellos. Daher wirken diese, gerade gegenüber den klassischen Serifenschriften, eher modern. Du erkennst diese Schriften oft daran, dass sie “Sans” oder “Sans Serif” im Namen tragen.
Um es einfach auf den Punkt zu bringen – mit serifenlosen Schriften kannst du sehr gut Informationen vermitteln, da diese schlicht und einfach wirken. Als Beispiel kann hier Google genutzt werden. Schaut man sich die Startseite an, wirst du lediglich das Logo und eine Suchmaske finden. Die komplette Seite ist simpel gehalten – genau wie das Logo.
Ein großer Vorteil serifenloser Schriften ist auch, dass sie sehr einfach zu lesen sind. Das macht sie vielseitig. Daher wundert es nicht, dass diese Schriften auf Verkehrsschildern, in Sachbüchern oder auf Websites und in Apps genutzt werden. Auch wenn die serifenlose Schrift einfach erscheint, kannst du diese mit Akzenten zum Leben erwecken.
Wie bereits erwähnt, sich serifenlose Schriften einfach gehalten und aufs Wesentliche reduziert. Das lässt sie klar und schlicht erscheinen. Außerdem wirken sie, da sie einfach gehalten sind, oft moderner als Schriften mit Verzierungen. Auch die Lesbarkeit bleibt erhalten, selbst wenn die Schrift sehr klein ist. Da diese Schriften auf Verzierungen verzichten, wirken sie aber auch teilweise steril oder sogar langweilig, was man definitiv als Nachteil deklarieren kann.
Kommen wir jetzt zu Serifenschriften. Im Gegensatz zu den gerade besprochenen serifenlosen Schriften, wirken diese etwas edler. Das Markenzeichen von Serifenschriften sind die feinen Striche, welche an den Rändern bzw. den Abschlüssen der Buchstaben zu finden sind.
Wie gerade besprochen, sind Serifenschriften edler als serifenlose Schriften. Dadurch eignen sich diese für Romane, Zeitungen und textlastige Broschüren. Diese Schriften sind auch speziell für Branchen geeignet, die ihre Produkte oder Dienstleistungen edel erscheinen lassen möchten. Dazu zählen typischerweise Hotels, Restaurants aber auch Theater und Museen. Bekannte Beispiele sind die Süddeutsche Zeitung, Zara und Giorgio Armani.
Ein Vorteil von Serifenschriften sind die namensgebenden Serifen, denn diese machen es einfacher, gerade bei langen Texten, die Buchstaben schnell zu erkennen. Für die englische Zeitung Times wurde daher die extrem bekannte Times New Roman Schrift entwickelt. Es gibt aber auch Nachteile. Die Serifen können den Leser ablenken und irritieren. Daher sollten kurze Botschaften und Sachinformationen eher in serifenlosen Schriften verfasst werden. Auch eine kleine Schriftgröße kann bei Serifenschriften zu Problemen führen.
Wir bei SMARTTEC sind daher der Meinung, dass gerade auf Websites serifenlose Schriften verwendet werden sollten. Dennoch gibt es Fälle, in denen auch Serifenschriften sinnvoll sein können – wie bei unseren oben erwähnten Beispielen.
Eins der Merkmale von Egyptienne-Schriften sind eine einheitliche Schriftstärke. Diese ist in der Regel auch recht fett. Dazu kommen Serifen, die bei diesen Schriften aufgrund der einheitlichen Schriftstärke besonders hervorgehoben werden. Aus diesem Grund werden die Egyptienne-Schriften oft den Serifenschriften zugeordnet.
Dennoch gibt es kleine, aber feine Unterschiede, die du kennen solltest. Bei Egyptienne-Schriftarten sind die Serifen selbst so dick wie die Buchstaben und innerhalb der Buchstaben gibt es ebenfalls auch keine Unterschiede. Alle Striche und Linien haben in etwa dieselbe Dicke.
Egyptienne-Schriften eignen sich für alle, die eine Vintage Marke erschaffen und etablieren wollen. Im Kontrast dazu stehen innovative Produkte und Unternehmen, welche sich durch diese Schriftart selbstbewusst präsentieren können.
Es gibt aber auch Fälle, in denen sich die Egyptienne-Schriftarten nicht eignen. Generell sollten diese Hauptsächlich für Logos oder Überschriften genutzt werden. Außerdem sind sie fehl am Platz, wenn die Botschaft oder die Marke freundlich oder auf eine verspielte Art rüberkommen will.
Wie auch bei Serifenschriften sind Egyptienne-Schriften gut für lange Texte geeignet, da sie das Auge beim Lesen unterstützen. Das kannst du gerne selbst testen. Schnappe dir einen Roman deiner Wahl und schaue, ob du die Serifen an den Buchstaben finden kannst.
So sehr die Egyptienne-Schriften das Lesen erleichtern können, so sehr können sie dich auch ablenken. Daher wird diese Schriftart beispielsweise nicht in Sachbüchern verwendet. Außerdem kann es schwierig werden, wenn die Schrift verkleinert wird.
Die dekorativen Schriftarten sind ein ganz besonderer Fall, denn diese fallen durch ein individuelles Design sehr auf. Dabei kann das Aussehen sehr unterschiedlich sein. Du findest in dieser Kategorie sehr moderne, aber auch sehr alt wirkende Schriftarten.
Da diese Schriften so vielfältig und unterschiedlich sind, eignen sie sich super für Logos, welche den Unternehmensnamen in sich tragen. Für normalen Text oder Überschriften hingegen ist diese Schriftart komplett ungeeignet. Eine Möglichkeit, die hier besteht, ist, dass du den ersten Buchstaben eines Absatzes dekorativ formatierst.
Dekorative Schriftarten sind auffällig und ziehen die Aufmerksamkeit auf sich. Daher sind sie, wie oben erwähnt, für Logos oder Akzente gut zu gebrauchen. Außerdem können sie eine klare visuelle Botschaft innerhalb eines Designs vermitteln.
Da sie allerdings oft aufwendig gestaltet sind, leidet die Lesbarkeit sehr stark, weshalb sich diese Schriften nicht für Texte eignen. Das macht sie sehr eingeschränkt nutzbar, was ein weiterer Nachteil ist.
Diese Schriftarten gibt es nicht nur, wenn du physisch von Hand schreibst, sondern auch in der digitalen Welt. Auffällig ist hierbei im Vergleich zu echter Handschrift, dass sie sehr gleichmäßig ist. Dennoch kannst du mit solchen Schriften deinem Text eine persönliche Note verleihen.
Der Unterschied zwischen Hand- und Schreibschrift liegt für gewöhnlich darin, ob es sich um verbundene Buchstaben handelt oder es per Hand geschriebene Druckbuchstaben sind.
Es erübrigt sich zu sagen, dass du natürlich, wenn du physisch schreibst, diese Schriftart verwendest. Digital solltest du mit solch einer Schriftart allerdings vorsichtig sein und gute Gründe haben, sie am PC zu nutzen.
Ein Grund ist dabei, dass die wenigsten Leute digitale Texte in dieser Schrift lesen wollen. Daher solltest du Hand- und Schreibschriften nur für Überschriften, Grüße oder Unterschriften verwenden. So erzeugst du auch einen Kontrast zu dem restlichen Text und kannst das ganze hervorheben.
Gut eignet sich eine dieser Schriftarten, wenn du deinem Unternehmen ein persönliches Branding verpasst. Du kannst damit Einladungen, Weihnachtsgrüße oder persönliche Notizen verfassen. Förmliche Schreibschriften betonen dabei den festlichen Charakter, da sie Schleifen und Schnörkel beinhalten. Eine eher zwanglose Schreibschrift macht sich dabei bei Rezepten hervorragend.
Hand- und Schreibschriften können spontan und persönlicher wirken. Sie suggerieren, dass der Text von einem Menschen und nicht von einer Maschine verfasst wurde.
Auf der anderen Seite wirken Texte, die in Hand- und Schreibschrift von Computer generiert werden, schnell unleserlich.
Nachdem wir dir bisher die Grundlagen zu verschiedenen Schriftarten gezeigt haben, wollen wir jetzt noch auf Fragen eingehen, die unserer Erfahrung nach, oft aufkommen.
In diesem Artikel haben wir dir kurz und knapp gezeigt, welche unterschiedlichen Kategorien von Schriftarten es gibt und worin sich diese unterscheiden. Du solltest jetzt auch eine Idee davon haben, welche Schriftart für dich passend ist. Um dir ein noch besseres Bild zu verschaffen, kannst du auch einen Schriftarten Generator nutzen und direkt vergleichen. Wenn du jetzt noch tiefer in die Welt der Schriftarten eintauchen willst, können wir dir unseren ausführlichen Artikel empfehlen.